Die Scheune Bollewick ist 125 x 34 m groß und hat fast 10.000 m² unterm Dach. Sie ist damit die größte Feldsteinscheune Deutschlands.

Sie beherbergt zurzeit – als Herzstück – eine Markthalle ca. 750 qm groß, viele Handwerksstätten (Korbflechter, Töpferei, Weberei, Bauwerkstatt, Schneiderei, Murmelstübchen – handgearbeiteter Mode- und Bernsteinschmuck, Kreativwerkstatt mit Bastelmöglichkeit, Bild und Rahmen, etc.), sowie ein Cafe mit Imbiss, Bauernladen, Kräuterladen auf 3 Etagen.

Die Geschichte der Scheune Bollewick begann im Juni 1881 als der Baron von Langermann zu Erlenkamp und Spitzkuhn eine Scheune von „kolossalen Ausmaßen“ – geplant waren 140 x 33 m – baute, so die Mecklenburger Chronik damals. Die Grundmauern wurden aus hiesigen, behauenen Feldsteinen errichtet.

1930 wurde die Scheune an mehrere Bauern verkauft. Bis zu acht Familien lebten, arbeiteten und feierten mit dem Dorf in der Scheune. Sie wurde als Speicher, Stall, Werkstatt und Wohnung genutzt. 1952 übernahm die LPG die Scheune und baute diese 1969 zu einer riesigen Milchviehanlage für 650 Kühe um. Wohnen in der Scheune war nun nicht mehr möglich. Der bauliche Zustand verschlechterte sich zusehends.

1991 – nach der politischen Wende – wurde die landwirtschaftliche Nutzung beendet. Die Scheune war eine übel riechende Altlast und wurde von der Gemeinde Bollewick übernommen.

Ab März 1992 wurde in der Scheune durch den Verein BAB (Arbeits- und Ausbildungsinitiative Röbel e.V.) aufgeräumt, über 1000 Tonnen Beton wurden rausgeschafft! Der Güllebehälter zwischen Nordfront und Dorfteich wurde entfernt, der Boden abgetragen und der Teich ausgebaggert.

Die erste Messe „Made in Mecklenburg“ und die erste Kunstausstellung finden mit großem Erfolg 1994 in der Scheune statt. Im Zuge der Umbaumaßnahmen in und um die Scheune wird 1997 das Melkhaus als letzter Anbau aus der LPG Zeit abgerissen. Erste feste Mieter ziehen ein.

Für die Aktivitäten erhält der Verein 1997 den TAT-ORTE Preis der deutschen Bundesstiftung Umwelt und dem deutschen Institut für Urbanistik. Noch im gleichen Jahr den Tassilo-Tröscher-Preis.

Im Frühjahr 1999 wird die Bühne der Markthalle neu gestaltetet, der Ausbau des Erdgeschosses ist im Wesentlichen fertig. Im Herbst wird begonnen den Mittelteil des Dachgeschosses mit historischen Baustoffen zu Werkstatt- und Verkaufsräumen gestaltet.

Im Frühjahr 2000 ziehen die RegionalSchau (1000 m²), drei Handwerker und Geschäfte ins Dachgeschoß, das mit historischen Baumaterialien gestaltet wurde.

 

ganzjährig
Regionalausstellung – Die Mecklenburgische Seenplatte stellt sich vor – , täglich 10-18 Uhr, Januar geschlossen, Oktober bis März von 11-17 Uhr geöffnet, Gruppenführungen auf Voranmeldung ganzjährig möglich
täglichGruppenführungen durch die größte Feldsteinscheune Deutschlands, (Voranmeldung erbeten), Dauer ca. 45 Minuten, ab 20 Personen 2 € p. P., sonst 2,50 € p. P.
Mai bis Oktober, Mittwoch und DonnerstagFührungen durch die größte Feldsteinscheune Deutschlands, Dauer ca. 45 Minuten, 2,50 € p. P., 11.00 und 13.00 Uhr, Treff 1. OG Eingang der Regionalausstellung
Höhepunktesind die jährlich stattfindenden Oster- und Weihnachtsmärkte

 

TIPP! : Trotz des doppelten „l“ in Bollewick, wird es lang als „Bohleewick“ ausgesprochen.

Mehr Infos finden Sie unter www.die-scheune.m-vp.de