Plau am See

Plau am See ist die Stadt, die dem Plauer See den Namen gab. Sie liegt am Westufer des Sees, am Austritt der Elde.
Der Ort, der auf eine slawische Siedlung zurĂŒckgeht und 1235 erstmalig erwĂ€hnt wurde, hat sich ursprĂŒnglich von Fischfang und FlĂ¶ĂŸerei ernĂ€hrt, heute jedoch ist der Tourismus ein wichtiger Wirtschaftszweig. Besonders der historische Stadtkern mit den vielen bunten FachwerkhĂ€usern und das Rathaus sind wirklich sehenswert. Einen besonderen Reiz hat die NĂ€he des Wassers, sei es entlang der Elde oder auch am See, den man in wenigen Gehminuten erreicht. Wer möchte, kann hier auch zu einer Schiffsfahrt ĂŒber den See aufbrechen. Es gibt planmĂ€ĂŸige Schiffsverbindungen ĂŒber den gesamten See und weiter nach Lenz, Malchow und zur MĂŒritz.

Ein Highlight, das man nicht verpassen sollte, ist die blaue HubbrĂŒcke ĂŒber die Elde. Sie stammt aus dem Jahre 1916 und steht heute unter Denkmalschutz. Sie wurde 1945 vor der Sprengung bewahrt und Anfang der 90iger Jahre rekonstruiert. Sie hat eine Hubhöhe von 1,60 m. Man sollte ruhig etwas Zeit einplanen, um das Anheben der BrĂŒcke auch einmal zu erleben.

Ein kurzes StĂŒck flussauf liegt die Plauer Schleuse. Bereits um 1650 wurde hier geschleust, der jetzige Bau jedoch stammt aus dem Jahre 1834. Die Schleusenkammer ist 41,4 m lang, 5,1 m breit und hat ein GefĂ€lle von 0,8 – 1,2 m.

Der Schleusenvorgang ist sehr gut von der so genannten „HĂŒhnerleiter“ zu beobachten, eine FußgĂ€ngerbrĂŒcke ĂŒber die Schleuse. Ihr Name geht auf eine BauausfĂŒhrung aus dem Jahre 1945 zurĂŒck, die die bis dahin dort befindliche DrehbrĂŒcke ersetzte. Bei dieser HochbrĂŒcke hatte man anstelle von Treppenstufen Leisten aufgenagelt. Der Volksmund machte daraus die „HĂ€uhnerledder“ (HĂŒhnerleiter).

Als herausragender Zeitzeuge ist noch der Burgturm zu besichtigen. Der Turm entstand 1448/49, ist noch vollstÀndig erhalten. Seine 3 m dicken Mauern, das 11 m tiefe Verlies und die Turmbesteigung gehören zum Besuchsprogramm eines jeden Touristen.

Die Plauer Stadtkirche „St. Marien“ ist von allen Himmelsrichtungen weithin sichtbar. Mitte des 13. Jh. wurde sie im Stil einer westfĂ€lischen Hallenkirche errichtet und prĂ€sentiert den Übergangsstil von der Romanik zur Gotik. Besonders wertvoll sind die drei Kronenleuchter, das Taufbecken und der Schnitzaltar in der Sakristei. Wenn Sie die 120 Stufen des Kirchturmes heraufsteigen, werden Sie mit einem atemberaubend schönen Rundblick ĂŒber die Stadt, den Plauer See und das Umland belohnt.

SĂŒdlich von Plauer See gelegen ist die Seeluster Bucht mit einem schönen Badestrand und eine schön angelegte Promenade lĂ€dt zum Spazierengehen ein. Auf der Terrasse vom Seehotel Plau am See können Sie gut eine Tasse Kaffee, einen Eisbecher oder die vorzĂŒgliche mecklenburgische und internationale KĂŒche genießen. RundflĂŒge mit dem Wasserflugzeug können Sie an der Rezeption oder hier buchen.

Die Tourist-Info Plau am See finden Sie am Marktplatz oder im Internet unter www.plauamsee.de.